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Bevölkerung und Haushalte

Im Jahr 2006 zählte die Stadt Karlsruhe 286.327 Einwohner in 158.805 Haushalten, was in etwa 18 % der Gesamtbevölkerung sowie 22 % aller Haushalte im deutschen Teil des Untersuchungsraums entspricht. Zwischen 1999 und 2006 wuchs die Bevölkerung um 3,3 %. Damit liegt die Stadt im Durchschnitt des deutschen Untersuchungsraums. Die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt jedoch nur bei 1,8 Personen, gegenüber 2,16 Personen im Durchschnitt des deutschen Untersuchungsraums.

 

Einzelhandelsangebot

Im Stadtgebiet Karlsruhe wurden Anfang 2008 1.977 Einzelhandelsgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von 506.375 m² erhoben. Dies entspricht 18 % der Anzahl der Geschäfte und 21 % der Verkaufsfläche im gesamten deutschen Untersuchungsraum. Lediglich 28 % dieser Einzelhandelsgeschäfte bzw. 24 % der Verkaufsfläche sind dem Lebensmittelsektor zuzuordnen. Den größten Angebotsbereich stellt im Stadtgebiet der Sektor des persönlichen Bedarfs mit 31 % der Betriebe und 30 % der Verkaufsfläche. Der Karlsruher Einzelhandel besitzt für den gesamten nördlichen Oberrhein von der Pfalz, über das Nordelsass, den Kraichgau bis in den Nordschwarzwald hinein eine sehr hohe Zentralität, die hauptsächlich durch die vielfältigen Angebote in der Innenstadt mit ihren Einkaufszentren, Kauf- und Warenhäusern und ihrem Fachhandel geprägt wird. Großflächige Fachmarktzentren im Stadtgebiet runden das Angebot ab.

 

Ausgaben der Haushalte

In 2007 lag der durchschnittliche Ausgabebetrag für Einzelhandelswaren pro Haushalt bei 11.612 €. Die Kaufkraft lag damit leicht über dem Durchschnitt aller Haushalte im deutschen Untersuchungsraum (+1%). Angesichts der hohen Zahl an Haushalten ergab sich daraus für 2007 ein Gesamtkaufkraftvolumen von 1,84 Mrd. €, was 22 % des Volumens im deutschen Teil des Untersuchungsraums entspricht.

 

Ausgaben nach Betriebsformen

Insgesamt gesehen geben die Karlsruher verglichen mit der Gesamtbevölkerung im deutschen Teil des Untersuchungsraums geringere Anteile ihrer Kaufkraft in Supermärkten und Fachgeschäften aus. Im Gegenzug sind mit 43 % durchschnittlich höhere Ausgaben in Fachmärkten als im Durchschnitt (37 %) festzustellen. Dieser Befund korrespondiert mit dem großen Fachmarktangebot in Karlsruhe und Umgebung.

 

Kaufkraftbindung/Kaufkraftabflüsse

Die Kaufkraftbindung ist mit 92 % im Lebensmittelsektor und mit 81 % im Nichtlebensmittelbereich sehr hoch. Lediglich 15 % der Kaufkraft über alle Warengruppen hinweg geben die Karlsruher außerhalb des Stadtgebiets aus, was immerhin 273 Mio. € entspricht. Als Hauptzielgebiete dieses Abflusses kommen dabei sowohl die Region Stuttgart als auch der Rhein-Neckar-Raum in Betracht.

 

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